Newsletter

Neues aus dem Frankfurter Diakonissenhaus

Juni 2021

Geistlicher Impuls: Warten mit Luther

Liebe Leserinnen und Leser unser Newsletters,

Mit Dankbarkeit und Zuversicht sehe ich dem bevorstehenden Impftermin entgegen und denke in diesen Tagen öfters an die wegweisenden Worte Martin Luthers vor 500 Jahren, als die Pest in Wittenberg ausbrach:

„Wenn Gott tödliche Seuchen schickt, will ich Gott bitten, gnädig zu sein und der Seuche zu wehren. Dann will ich das Haus räuchern und lüften, Arznei geben und nehmen, Orte meiden, wo man mich nicht braucht, damit ich nicht andere vergifte und anstecke und ihnen durch meine Nachlässigkeit eine Ursache zum Tode werde. Wenn mein Nächster mich aber braucht, so will ich weder Ort noch Person meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen. Siehe, das ist ein gottesfürchtiger Glaube, der nicht tollkühn und dumm und dreist ist und Gott nicht versucht.“

Herzliche Grüße aus dem Diakonissenhaus
Ihr Pfarrer Jeffrey Myers

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Mai 2021

Geistlicher Impuls: Genuss und Freude im Wonnemonat Mai

Liebe Leserinnen und Leser unser Newsletters,

Wer nur sammelt und sich selber nichts Gutes gönnt, der sammelt´s für andere, und andere werden´s verprassen. Wer sich selber nichts Gutes gönnt, was sollte der andern Gutes tun? (Jesus Sirach 14, 4+5)

Der Mai gilt zu Recht als „Wonnemonat“. Und das althochdeutsche Wort, von dem es stammt, beschreibt „Genuss und Freude“. Genau davon ist bei Jesus Sirach die Rede: Die Freude am selber Genießen wird angesprochen, denn nur wer es sich selbst gut gehen lassen kann - bei aller Plage - der oder diejenige weiß wie sehr andere „Wonne“ nötig haben und tut etwas dafür. Jesu Christi Wort von der Nächstenliebe meint die Selbstliebe mit: „…den andern
lieben, wie dich selbst“.
Wie wäre es: Für den Monat Mai ist die Selbstliebe das Übungsfeld Nr. 1! Auch sie ist ein biblischer Auftrag.

Herzliche Grüße aus dem Diakonissenhaus
Ihr Pfarrer Alexander Liermann

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April 2021

Geistlicher Impuls: Von Sorgen befreit: Ein Osterspaziergang in Zeiten von Corona

Liebe Leserinnen und Leser unser Newsletters,

Vor allem nach dem langen grauen Winter und den Zeiten in verordneter oder selbstgewählter Quarantäne freuen sich unzählige Menschen darauf, die eigenen vier Wände zu verlassen und sich auf den Weg zu machen. Selbst wenn man sich zu Ostern 2021 nicht mit der großen Gruppe auf den Weg begeben darf, muss die Freude eines Osterspaziergangs alleine oder zu zweit nicht geringer sein! - Und man bedenke, dass es „nur“ Faust und sein Schüler Wagner waren, die bei jenem ersten „Osterspaziergang“ zu zweit unterwegs waren.

In Anlehnung an die Tradition des Goethe-Osterspaziergangs habe ich Vorschläge zusammengestellt – mögliche Stationen wie zusammengestellte Texte – für einen meditativen Rundgang, eine Art „Stadtpilgern“, in der
Osterzeit. Zum Gedenken an die Aufenthaltsorte Goethes in der Mainstadt werden beim Osterspaziergang auch einige Stätten einbezogen, wo sich Goethe damals aufhielt. Theologische Informationen zu Ostern und Texte zum Glauben des Dichters und Denkers (sowie einen kurzen Abstecher in der einen oder anderen offenen Kirche)
sollen dem Rundgang einen meditativen Charakter verleihen.

Mögen nicht nur „Strom und Bäche“ in diesen Tagen „befreit“ werden, sondern auch wir – von all dem, was uns im vergangenen Jahr an Angst oder Anstrengung, Isolation oder Sorge zu schaffen gemacht hat.

Die „Osterspaziergang“-Texte sowie weitere Informationen zum Thema sind erhältlich über das Frankfurter
Diakonissenhaus: jeffrey.myers@diakonisse.de.

Herzliche Grüße Pfarrer Jeffrey Myers

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