In der Not der Nachkriegszeit war das Engagement des Diakonissenhauses gefragter denn je. Schon 1945/1946, noch in den beengten Verhältnissen der Notunterkunft Villa Manskopf, wurden Kindergarten und Hort wiedereröffnet. Von 1950 an diente das restaurierte Nellinistift erneut als Altenpflegeheim. Kurz nach Rückkehr der Schwestern in das Diakonissenhaus im Jahr 1955 erfolgte die Eröffnung des Krankenhauses, der späteren Fachklinik für Innere Medizin. Die Einweihung der neu errichteten Kirche fand 1959 statt.
Um den wachsenden gesellschaftlichen Bedarf an Personal in Pflege und Erziehung zu bewältigen und um den modernen Ausbildungsanforderungen zu genügen, schuf das Haus neue Ausbildungseinrichtungen. Zahlreiche junge Menschen, unter ihnen nun auch Männer, nutzten diese Möglichkeiten zur beruflichen Bildung. Manche Frauen blieben: Die gemeinschaftliche Lebensform, die mit Gebet und geistlichem Gespräch das Fundament des diakonischen Wirkens bildet, ließ in ihnen während einer Probezeit den Entschluss reifen, der Schwesternschaft beizutreten. Sie sahen sich zum Leben als Diakonisse berufen.












